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letatlin Verlag

Olivier David: Die Armen liefern die Leichen – Texte über Krieg, Krise und Kultur

Olivier David: Die Armen liefern die Leichen – Texte über Krieg, Krise und Kultur

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Olivier David: Die Armen liefern die Leichen

Texte über Krieg, Krise und Kultur

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Ausgehend von dem Slogan „Die Waffen liefern die Reichen – die Armen liefern die Leichen.“ versammelt Olivier David Texte über Krieg, Klassengewalt und Kultur. Der Band fragt nach den Verbindungen zwischen Aufrüstung nach außen und sozialem Krieg nach innen. Denn Kriege finden nach David nicht in einem luftleeren Raum statt, „sie sind nur die blutrünstigste Ausprägung der selben Gewalt, der ein Teil der Arbeiter*innenklasse tagtäglich ausgeliefert ist“.

Die Armen liefern die Leichen ist eine Sammlung gegen die Vorstellung, Armut sei individuelles Scheitern, und damit gegen die Vereinzelung. David verbindet politische Analyse mit persönlicher Erfahrung und fragt, wer in dieser Gesellschaft leben darf, wer überleben muss und wer immer wieder für die Interessen von Kapital und Nation herhalten soll. Seine wütenden und parteilichen Texte bestehen darauf, dass Betroffenheit nicht nur eine Wunde ist, sondern auch Ausgangspunkt von Widerstand werden kann.

Dabei geht es auch um Kultur: Um einen Literaturbetrieb, der sich gern an Sprache abarbeitet, während die gesellschaftlichen Ursachen der Verrohung unangetastet bleiben. Um eine Kunst, die sich nicht aus den Kämpfen der Gegenwart heraushalten sollte, da sie selbst Teil des Problems ist. Über allem schwebt die Frage: Wie kann das Schreiben den herrschenden Verhältnissen tatsächlich etwas entgegensetzen?

Der Band ist in drei Teile gegliedert: Positioniert euchradikalisiert euchorganisiert euch. Damit ist Die Armen liefern die Leichen nicht nur eine Diagnose, sondern auch ein Aufruf: zum Widerspruch, zur Solidarität und zum Handeln.

Preis: 18 Euro (zzgl. Versandkosten)

Umfang: ca. 170 Seiten

Erscheint: September 2026

ISBN: 978-3-9826803-5-4

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Olivier David, 1988 in Hamburg geboren, ist Schriftsteller. In seinen Büchern „Keine Aufstiegsgeschichte“ (2022) und „Von der namenlosen Menge“ (2024) schreibt David über Armut, Klassenverhältnisse und psychische Gesundheit. 2026 wurde „Keine Aufstiegsgeschichte“ im Ernst Deutsch Theater in Hamburg uraufgeführt. Der Essayband „Von der namenlosen Menge“ wird derzeit in mehrere Sprachen übersetzt.

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